Im Körper steht nichts für sich allein.
- Cornelia Felber-Kunz

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Körperflüstern - Serie 10/10 Faszie: Verbindung
Vielleicht hast du es in dieser Serie schon gespürt:
Im Körper steht nichts für sich allein.
In den letzten Beiträgen sind wir Schritt für Schritt durch den Körper gewandert.
Vom Kiefer, Kopf über Schultern und Rücken.
Über Atem und Bauch bis hinunter zu Becken und Füssen.
Vielleicht hast du dabei bemerkt:
Spannung zeigt sich selten nur an einer einzigen Stelle.
Manchmal beginnt sie an einem Ort und wird an einem ganz anderen im Körper spürbar.
Ein Grund dafür liegt in einem Gewebe, das unseren ganzen Körper durchzieht:
den Faszien.

Wie sich das im Körper zeigt:
Faszien spüren wir selten als klaren Schmerz.
Ehe als ein Gefühl von Spannung im ganzen Körper.
Vielleicht fühlst du dich morgens steif, als müsste dein Körper erst langsam
in Bewegung komme.
Oder Bewegungen wirken eingeschränkt, obwohl eigentlich nichts verletzt ist.
Manche Menschen beschreiben ein Ziehen,
das sich wie eine Linie durch den Körper fortsetzt.
Oder das Gefühl, dass der Körper innerlich festhält.
Eine Spur tiefer:

Faszien umhüllen Muskeln, Organe und Strukturen und verbinden sie miteinander.
Sie reagieren sensibel auf Bewegung, Stress und Emotionen und stehen in enger in engem Austausch mit dem Nervensystem.
Deshalb zeigt sich über dieses feine Netzwerk oft mehr, als wir auf den ersten Blick erkennen.
In der Natur gibt es etwas Ähnliches.
Unter dem Waldboden verbindet ein feines Geflecht aus Pilzfäden, das sogenannte Myzel, ganze Wälder miteinander.
Was an einer Stelle geschieht, wirkt auf das ganze System.
Unser Körper funktioniert ähnlich. Auch er ist kein Sammelsurium einzelner Teile. Sondern ein lebendiges Netzwerk. Von Kopf bis zu den Füssen.
Wenn ein Bereich wieder mehr Beweglichkeit findet,
kann sich diese Veränderung im ganzen Körper ausbreiten.
Genau das macht Entwicklung möglich.
Kurzes Körperlauschen

Vielleicht spürst du deinen Körper jetzt etwas anders.
Nicht mehr nur einzelne Stellen,
sondern ein lebendiges Ganzes.
Ein System, das ständig versucht,
Balance zu finden.
Vielleicht genügt es für einen Moment, den ganzen Körper wahrzunehmen.
Ohne etwas verändern zu wollen.
Einfach da sein.
Und zuhören.
Reflexion
Wenn du auf diese Serien zurückblickst:
In welchen Bereichen deines Körpers hast du dich am meisten wiedererkannt?
Gab es einen Moment, in dem du dein eigenes Körperflüstern besonders deutlich gespürt hast?
Wenn dein Körper ein Garten wäre:
Welcher Bereich würde gerade etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen?
Seelengartenwerkzeug
Vielleicht hast du in dieser Serie bemerkt,
dass sich dein Körper an manchen Stellen meldet.
Im Kiefer.
Im Kopf.
In den Schultern.
Im Atem, oder Zwerchfell.
Im Becken
oder in den Füssen.
Lies gerne die Beiträge dazu nach, sie sind hier verlinkt.
Diese Signale sind keine Fehler.
Sie sind Hinweise.




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