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Deine Füsse sind die Wurzeln deines Körpers.

Körperflüstern - Serie 9/10 : Füsse: Erdung & Urvertrauen


Hier beginnt der Kontakt zur Erde.


Hier beginnt oft das, was wir Urvertrauen nennen.


Mit jedem Schritt tragen dich deine Füsse durchs Leben.

Sie nehmen Gewicht auf.

Sie geben Stabilität zurück.

Und sie verbinden dich mit dem Boden unter dir.


Vielleicht ist es kein Zufall, dass sich genau hier manchmal zeigt,

wie sicher sich ein Körper fühlt.




Wie sich das im Körper zeigt:

Manche Menschen spüren ihre Füsse kaum im Alltag.

Erst wenn etwas unangenehm wird, werden sie spürbar.


Vielleicht zeigt sich am Morgen ein Ziehen in der Ferse

oder ein Druck in der Fussohle.


Die ersten Schritte fühlen sich steif an,

als müsste der Fuss erst wieder „ankommen“.

Andere bemerken eine ständige Spannung in der Fussohle.

Als würde der Fuss den Boden festhalten.

Die Zehen greifen leicht in den Untergrund,

oder spreizen sich unbewusst, als müsste der Körper den Kontakt immer wieder prüfen.


Auch die Plantarfaszie, das kräftige Bindegewebe unter der Fussohle, kann sich dabei gespannt anfühle, wie eine Zugbrücke zwischen Körper und Boden.



Zwischen Becken und Füssen tragen die Beine einen grossen Teil unseres Gewichts.

Auch hier kann sich unbewusst Spannung halten,

als müsste der Körper jederzeit bereit sein zu reagieren.


Oft wird das erst spürbar, wenn wir kurz innehalten.


Kurz innehalten und vielleicht auch mal beobachten:

Wie läufst du eine Treppe hoch?

Mit den Fussballen und Zehenkraft oder setzt der ganze Fuss auf?

Arbeiten die Wadenmuskeln oder der Oberschenkel?


Bekommt der N1 Punkt in der Mitte des Fusses Bodenkontakt und Möglichkeit zur Erdung oder nicht?




Eine Spur tiefer:

Unsere Füsse sind direkt mit dem Boden verbunden. Mit jedem Schritt entsteht eine stille Frage:


Trägt mich der Boden?


Wenn dieses Vertrauen da ist, verteilt sich das Gewicht ganz natürlich.

Der Körper findet einen stabilen Stand, ohne zu suchen.

Fehlt dieses Gefühl von Halt, beginnt der Körper manchmal, selbst Sicherheit herzustellen.


Die Fussmuskulatur spannt sich.

Die Faszien halten fest.

Der Kontakt wird aktiver, kontrollierter.


Viele Menschen haben im Alltag nur wenig direkten Bodenkontakt.

Schuhe, harte Untergründe und Tempo verändern die feine Rückmeldung der Fussohle.


Momentan sehe ich überall "Gummilatschen" Adiletten und Co und frage mich, warum will man den Kontakt isolieren? Warum wehrt man sich unbewusst gegen das Natürliche?


Der Körper verliert dabei ein Stück seiner Orientierung. Manchmal zeigt sich auch verminderte Körperpräsenz, oder zu viel in Gedanken sein, wenn die Erdung fehlt.


Vielleicht ist es deshalb so wohltuend, jedenfalls für mich, barfuss über Erde, Gras oder warmen Boden zu gehen.

Die Fussohle erinnert sich dann wieder an Kontakt.

An Gewicht.

An Tragen.


Viele sind sich dieses Tragen lassen gar nicht gewohnt. Es fällt schwer mal 10 min sich auf den Rücken flach hinzulegen und tragen zu lassen. Viele Schafen in Embryostellung, weil es sich so sicherer anfühlt. Aber der Körper kann sich erinnern, mit etwas Geduld und Wiederholung, an das Getragen werden.


Vielleicht darf man aber auch zurück gehen zu dem Zeitpunkt wo es sich das erste mal "nicht sicher " angefühlt hat. An die Stelle wo sich der Körper unbewusst daran erinnert und dieses Muster noch gespeichert hat.


Wie wohltuend eine Massage der Füsse ist, erlebe ich nicht nur bei der Fussreflexzonenmassage, sondern insbesondere bei ältere Menschen, bettlägerig oder in der Sterbebegleitung. Oft fehlt da der Bodenkontakt. Der Halt. Die Sicherheit.



Kurzes Körperlauschen


Wenn du magst, richte deine Aufmerksamkeit kurz auf deine Füsse.


  • Wie stehen sie gerade auf dem Boden?

  • Wo liegt dein Gewicht?

  • Gleichmässig oder eher auf einer Seite?


Du musst nichts verändern.

Manchmal beginnt Erdung einfach damit,

den Kontakt wieder zu spüren.



Reflexion
  • Wie fühlen sich deine Schritte im Alltag an?

  • Leicht oder eher angespannt?

  • Wann bemerkst du deine Füsse bewusst?

  • Gibt es Momente, in denen sich der Kontakt zum Boden sicher und ruhig anfühlt?

  • Und wann eher nicht?


Seelengartenwerkzeug

Vielleicht beginnt Urvertrauen nicht im Kopf.

Sondern ganz unten im Körper.

Dort, wo deine Füsse den Boden berühren.


Und du spüren darfst:

Ich werde getragen.


Vielleicht darfst du heute bewusst barfuss gehen.


Manchmal zeigen sich in den Füssen auch Themen von "nicht weitergehen können" oder "noch nicht ganz im eigenen Schritt angekommen sein."


Ich habe selber erlebt, dass gerade dieser Bereich sensibel reagiert, wenn etwas aus der Vergangenheit noch innerlich nachwirkt, ohne dass es bewusst benannt werden muss. Die Füsse erinnern dann nicht an Geschichten, sondern an das Gefühl von Kontakt. Oder an das Fehlen davon. Und genau hier darf etwas weich werden.


Vielleicht liebkost du heute mal deine Füsse mit erdenen ätherischen Ölen (Cedarwood, Vetiver, Balance) oder massierst dir den N1 Punkt.


Vielleicht ist das der erste Schritt zurück zu den Wurzeln deines Körpers.




Herzlich

Cornelia


Praxis Seelengarten






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