top of page

Manche Köpfe kommen erst zur Ruhe, wenn der Körper wieder Boden spürt.

Körperflüstern - Serie 2/10 : Kopf: Gedankenlast



Viele Menschen merken erst, wie viel ihr Körper trägt, wenn er beginnt zu schmerzen.

Gedanken kreisen. Der Kopf wird schwer. Als würde etwas im Innern ständig weiterarbeiten.

Manchmal wandert Spannung vom Kiefer weiter nach oben, dorthin wo Gedanken versuchen, alles zusammenzuhalten.


Wie sich das im Körper zeigt:

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Ein Druck hinter der Stirn. Als würde ein enger Ring den Kopf umschliessen.

Die Schläfen pulsieren leise.

Gedanken laufen weiter, auch wenn der Körper längst müde ist.

Manche spüren ein Ziehen hinter den Augen, als müssten sie ständig wachsam bleiben.

Oder ein dumpfes Gefühl im ganzen Kopf, wie in Watte gehüllt.

Geräusche werden schnell zu viel. Licht wirkt greller als sonst.

Der Kopf versucht weiter zu denken, obwohl der Körper eigentlich Ruhe sucht.

Wenn der Körper nicht ganz spürt, dass er getragen ist, versucht der Kopf oft alles zu tragen. Manchmal zeigt sich auch ein Gefühl von "ich darf keine Fehler machen".


Eine Spur tiefer:

Der Kopf ist der Ort, an dem wir versuchen, die Welt zu ordnen.

Wenn der innerer Boden unsicher wirkt, versucht der Verstand oft, Halt über Denken zu schaffen.


Gedanken planen.

Gedanken kontrollieren.

Gedanken suchen nach Lösungen.


Der Kopf übernimmt dann Aufgaben, die eigentlich der Körper tragen müsste:

Sicherheit zu spüren.

Manchmal beginnt das sehr früh im Leben, bereits als Säugling. Dann wenn alle Bedürfnisse von Außen gedeckt werden müssen. Es braucht nur ein kurzer unbewusster Moment wie: zu alleine, zu spät, zu unsicher. Nicht mit Absicht, nicht als Fehler aber dennoch im Körperspeicher verankert.

Wenn Halt und Orientierung fehlen, lernt das Nervensystem wachsam zu bleiben. Der Kopf arbeitet weiter auch dann noch, wenn keine Gefahr mehr da ist.


Wenn der Kopf versucht, zu viel zu tragen, reagiert der Körper darunter. Schultern und Nacken beginnen dann, den Kopf zu stützen. 



Kurzes Köperlauschen

Vielleicht magst du einen Moment still werden.

Spüre kurz in deinen Kopfraum.


Wie fühlt sich deine Stirn gerade an?


Weit oder angespannt?


Fliessen deine Gedanken ruhig

oder laufen sie weiter?


Manchmal beginnt Entlastung nicht damit, weniger zu denken. Sondern damit, dem Körper wieder mehr Boden zu geben.

Der Körper ist kein Problem das gelöst werden muss. Er ist ein Garten der verstanden werden möchte. Wenn der Körper wieder mehr Sicherheit spürt, beschreiben viele Menschen, dass der Kopf leichter wird.




Reflexion

Diese Fragen wollen nicht analysiert werden, sondern gespürt.


Was versucht dein Kopf gerade für dich zu lösen?


  • In welchen Momenten merkst du, dass dein Kopf besonders viel arbeitet?

  • Gibt es Situationen, in denen du versuchst, alles gedanklich zu kontrollieren?

  • Wie fühlt sich dein Kopf an, wenn dein Körper wirklich zur Ruhe kommt?

  • Wo fühlst du dich Sicher im Leben und was trägt dein Kopf an Unsicherem mit?

  • Wie kannst du ganz konkret Sicherheit in dein Leben einladen?


Seelengartenwerkzeug

Dein Körper flüstert dir hier was zu?


Vielleicht wünscht du dir eine Alternative zur Schmerztablette oder endlich dieses Wattegefühl im Kopf zu verstehen.

Beim Seelengärtnern gehen wir an die Wurzeln.

Wir schauen uns gemeinsam an, was dein Kopf versucht zu Lösen und dir mitzuteilen.


Bereit tiefer zu Blicken, weg vom Himmel in die Erde?

Ja es gibt schmutzige Hände aber das Gefühl von Erdung und Verbindung dabei ist unbezahlbar.


Übrigens bei Kopfschmerzen haben sich erdende Öle sehr nützlich erwiesen auf den Fussohlen aufgetragen.

Ich mag besonders Vetiver von Doterra (Alternativ: Cedarwood) Bringt dich nicht nur zurück auf den Boden, in den Körper, sondern löst Verspannungen und baut innerer Stabilität und Urvertrauen auf.


Schwebst du noch oder willst du endlich bei dir ankommen.


Zurück zur Wurzeln des Körper


Herzlich Cornelia


Kommentare


bottom of page