Wenn der Seelengarten trocken liegt.
- Cornelia Felber-Kunz

- 1. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Warum jeder Garten manchmal nach einer Giesskanne ruft
Kennst du das?
Du gehst durch die Natur und plötzlich fällt dir etwas auf.
Ein ausgetrockneter Boden.
Risse in der Erde.
Verwelkte Pflanzen.
Oder ein feiner Rauchgeruch in der Luft.
In solchen Momenten frage ich mich oft:
Was erzählt uns die Natur gerade?
Nicht, weil sie immer eine Antwort hat.
Sondern weil sie uns manchmal etwas über unsere eigene Innenwelt spiegeln kann.

Wenn die Erde trocken wird
Nach langen, heissen Tagen wird der Boden hart.
Die Erde bekommt Risse.
Pflanzen kämpfen ums Wasser.
Und ich frage mich:
Passiert das manchmal nicht auch in unserem Inneren?
Es gibt Zeiten, in denen wir einfach nur noch funktionieren.
Wir organisieren.
Leisten.
Erledigen.
Und merken kaum, wie trocken unser eigener Seelengarten geworden ist.
Nicht, weil wir etwas falsch gemacht haben.
Sondern weil auch wir Menschen Zeiten kennen, in denen wir mehr geben als aufnehmen.
Die feinen Pflanzen
Gerade in den letzten Wochen erzählen mir viele Eltern von Kindern, die schneller weinen. Schlechter schlafen. Oder plötzlich sehr wütend werden.
Ich weiss nicht, ob das nur an der Hitze, den vielen Eindrücken oder den Veränderungen im Alltag liegt.
Aber ich beobachte immer wieder, wie fein manche Kinder auf ihre Umgebung reagieren.
Vielleicht brauchen sie gerade jetzt nicht noch mehr Reize.
Nicht noch mehr Termine.
Sondern einen schattigen Platz.
Ruhe.
Natur.
Eine Umarmung.
Oder einfach jemanden, der sagt:
"Ich sehe dich."
Was nährt deinen Seelengarten?
Wenn der Boden über längere Zeit trocken war, reicht ein kurzer Regenschauer oft nicht aus.
Das Wasser perlt an der Oberfläche ab.
Der Boden darf zuerst wieder weich werden.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Du weisst eigentlich, was dir guttun würde.
Und trotzdem kommt nichts mehr richtig bei dir an.
Nicht, weil etwas mit dir nicht stimmt.
Sondern weil dein innerer Boden gerade sehr trocken geworden ist.
Ein kleines Ritual
An solchen Tagen begleitet mich das Lotus-Mudra


Ich lege meine Hände vor dem Herzen zusammen.
Die Daumen und kleinen Finger berühren sich.
Die übrigen Finger öffnen sich wie eine Lotusblüte.
Dann atme ich ruhig ein und aus.
Dabei stelle ich mir vor, wie frisches Quellwasser meinen Seelengarten erreicht.
Nicht mit Druck.
Nicht auf einmal.
Sondern Tropfen für Tropfen.
Vielleicht magst du dieses kleine Ritual heute selbst ausprobieren.
Manchmal braucht auch ein Garten Unterstützung
Ich bin überzeugt:
Du selbst bist und bleibst die Gärtnerin oder der Gärtner deines eigenen Seelengartens.
Niemand kennt deine Beete so gut wie du.
Und trotzdem gibt es Zeiten, in denen die Erde so hart geworden ist, dass eine helfende Hand guttut.
Nicht, weil du versagt hast.
Sondern weil jeder Garten manchmal Unterstützung braucht.
Genau aus diesem Gedanken heraus ist mein neues Angebot «Einmal Giessen» entstanden.

Eine einzelne energetische Begleitung.
Ohne Verpflichtung.
Ohne langes Programm.
Aus der Ferne.
Wie ein sanfter Sommerregen.
Damit dein Boden wieder Wasser aufnehmen kann.
Und du danach selbst die Giesskanne wieder in die Hand nehmen kannst.
Vielleicht braucht dein Garten heute gar keine neue Pflanze.
Vielleicht braucht er einfach Wasser.
Oder einen Moment der Ruhe.
Oder jemanden, der gemeinsam mit dir hinschaut.
Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem grossen Umgraben.
Sondern mit einem einzigen nährenden Tropfen.
Du bleibst die Gärtnerin oder der Gärtner deines eigenen Seelengartens.
Manchmal tut es einfach gut, wenn jemand für einen Moment mithilft zu giessen.
Herzlich Cornelia



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