Die Tag und Nacht Gleiche
- Cornelia Felber-Kunz

- 17. März
- 2 Min. Lesezeit
20. März – Frühlingsbeginn im Jahreskreis
An diesem Tag sind Tag und Nacht nahezu gleich lang. Ab diesem Zeitpunkt werden die Tage länger als die Nächte – das Licht nimmt zu.
Astronomisch steht die Sonne exakt über dem Äquator. Dieses Ereignis ist weltweit gültig, messbar und seit Jahrtausenden ein fixer Orientierungspunkt im Jahreslauf. Er steht astronomischen für den Beginn des Frühlings

Kultureller Hintergrund
Frühere Kulturen nutzten die Tag und Nacht Gleiche als Zeitmarker.
• Sie diente der Orientierung für Aussaat und Jahresplanung
• In vielen vorchristlichen Kulturen Europas begann hier die aktive Phase des Jahres
• Im alten Persien markiert Nowruz bis heute den Jahresbeginn
Yin und Yang – energetische Einordnung
In der chinesischen Philosophie steht Yin für Nacht, Ruhe und Rückzug, das Weibliche und den Mond. Yang für Tag, Aktivität und Ausdehnung, das Männliche und die Sonne
An der Frühlings Tag und Nacht- Gleiche:
• Yin und Yang sind im Gleichgewicht
• weder Rückzug noch Aktivität überwiegen
Ab diesem Punkt:
• das Yang nimmt zu
• Bewegung, Wachstum und Aktivität gewinnen an Raum
Dieses Gleichgewicht ist kurz, aber entscheidend: Es bildet die Basis für den anschließenden Aufbruch.
Sonne und Mond – Struktur und Rhythmus
Die Sonne gibt die Ordnung – der Mond bringt das Leben hinein.
Sonne und Mond wirken im Jahreslauf unterschiedlich:
Die Sonne gibt Struktur
– sie setzt fixe Zeitpunkte
– sie gliedert das Jahr
– sie schafft Verlässlichkeit
Der Mond bringt Rhythmus
– er wirkt zyklisch
– er begleitet Prozesse
– er ist körpernah erfahrbar
Die Tag und Nacht Gleiche setzt den äußeren Rahmen des Frühlings.
Die folgenden Mondphasen – beginnend mit dem Saatmond – füllen diesen Rahmen mit Bewegung und Entwicklung.
Bewusstmachen des Sonnenpunkts


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